Architektonische Holz- und Wohnraumgestaltung – ruhige Atmosphäre ohne dramatische Motive

Ratgeber

Brandschutz im Holzbau: Fakten statt Mythen

Brennen Holzhäuser leichter als Steinhäuser? Auch auf Mallorca lautet die fachliche Antwort: Nein. Leimfreies Massivholz verhält sich im Brandfall berechenbar – mit einer schützenden Kohleschicht am Querschnitt – und erfüllt die baurechtlichen Anforderungen.

Das Geheimnis der isolierenden Holzkohleschicht

Massivholz versagt bei extremer Hitze in der Regel nicht schlagartig wie Stahl oder viele Betonbauteile: Es lässt sich brandschutztechnisch zuverlässig nachweisen und bemessen. Im Brand bildet sich an der Oberfläche eine schützende Holzkohleschicht. Sie isoliert den Kern des Querschnitts und verlangsamt den Abbrand deutlich (in der Größenordnung von etwa 2 cm in 30 Minuten bei typischen Zimmerbränden). So bleibt die Tragfähigkeit für Flucht und Rettung lange erhalten.

Schematischer Querschnitt einer Massivholzmauer im Brandfall: Flammenhitze, isolierende Holzkohleschicht, tragfähiger Holzkern und äußere Dämmschicht; mit Kurven zu Abbrandtiefe und Temperaturverlauf.
Querschnitt: schützende Verkohlung und tragender Kern (schematisch)
Dominik Uhlenhorn, M.Eng., Brandamtmann
Holz und Brandschutz widersprechen sich nicht. Richtig eingesetzt, trägt Holz zu einer enorm hohen Sicherheit im Brandfall bei und erfüllt die gesetzlichen Vorschriften.

Dominik Uhlenhorn, M.Eng. Brandamtmann

Deutsche Brandschutznormen für Ihre Finca auf Mallorca

Wir überlassen Ihre Sicherheit nicht dem Zufall. Jede MaderaCasa-Wand wird in Bayern millimetergenau vorgefertigt und soll die geltenden deutschen Anforderungen an Bauteile und Nachweise erfüllen. Diese Qualität bringen wir per Tieflader nach Mallorca – und kombinieren sie mit der örtlichen Genehmigungspraxis (u. a. CTE) im Projekt.

Häufige Fragen von Bauherren

Ist ein Holzhaus sicher für meine Familie?
Ja. Durch die schützende Verkohlungsschicht bleiben Wände und Decken lange tragfähig und bieten ausreichend Zeit für Flucht und Rettung.
Wird die Gebäudeversicherung teurer?
Nein. Massivholzhäuser werden von Versicherungen in der Regel in dieselben Gefahrenklassen eingestuft wie Steinhäuser.
Brauche ich zwingend Gipskartonplatten?
Nicht zwingend. Viele unserer Massivholzwände erfüllen die Brandschutzanforderungen (REI 30) auch mit sichtbaren Holzoberflächen.

Technische Normen für Architekten & Planer

Kurzüberblick – verbindlich sind immer die einschlägigen Landesbauordnungen, der Brandschutznachweis und die Abstimmung mit dem Bauamt.

Feuerwiderstandsklassen (DIN EN 13501-2)
  • REI 30– raumabschließende tragende Wände, feuerhemmend (30 Minuten Tragfähigkeit, Raumabschluss, Wärmedämmung).
  • REI 60– hochfeuerhemmend (60 Minuten); typisch anspruchsvoller bei größeren oder höheren Gebäuden.
Baustoffklassen (DIN EN 13501-1)
  • Massivholz ≥ 40 mm Dicke wird häufig als D-s2, d0 eingestuft.
  • Mit brandschutztechnischen Nachweisen (z. B. Klassifizierungsberichte) ist eine Einstufung als schwer entflammbar (B-s2, d0) möglich.
Gebäudeklassen & Praxis

Für Einfamilienhäuser (Gebäudeklassen 1 und 2) ist der übliche Rahmen feuerhemmende Bauteile mit REI 30 – hier ist Massivholz in der Praxis gut einsetzbar. Auch bei mehrgeschossigen Projekten sind Massivholzlösungen normkonform planbar; Anforderungen steigen je nach Gebäudeklasse und müssen im Brandschutznachweis geführt werden.

Fachliche Orientierung u. a. an etablierten Erläuterungen zum Brandschutz im Massivholzbau, z. B. R3 Massivholzbau – Brandschutz. Keine Rechtsberatung; Planung und Nachweise obliegen Architektur und Fachplanern vor Ort.